Arnold und Judith, reiche Villenbesitzer, sind weit bekannt für die Partys auf ihrem Anwesen. Als beide aber der ständigen Gelage überdrüssig werden, kommt ihnen das Verlangen zu einem getrennten Urlaub in Afrika. Sie wollen Abstand voneinander gewinnen. Abenteuer erleben.
Judith geht auf Safari in Tansania, Arnold erlebt in Dubai arabische Nächte. Auf einem Wüstenabenteuer wird er zum Verfolger eines teuflischen Verbrechers. Judith wird aus dem Tanganjika-See gerettet, verliebt sich in einen Massaikrieger und besteigt nicht nur den Kilimandscharo. Von ihrer Vergangenheit kommen beide nicht los.

Black is beautiful ist der Folgeband.

Judiths Erlebnisse in Afrika finden sich  in Black is beautiful, Arnold erlebt in Wüstensturm seine zweite Jugend- und neue Abenteuer.

Leseprobe aus Die Villa

Kapitel Mister Dildo
Auf einer der Partys ist der Schwarzafrikaner mal wieder dabei. Manche kennen ihn schon und lassen sich von seinen Künsten beeindrucken. Heute wurde das Team als Theatertruppe engagiert.
Der Farbige zeigt Shows vorwiegend im Quartett, ungern im Trio. Manchmal erscheint er mit den Asiatinnen, gelegentlich mit negriden Frauen. Auch gemischt, je nach Wunsch der Auftraggeber. Da ist er flexibel. Heute sind es die Afrikanerinnen. Der Boss ist gewiefter Geschäftsmann. Da könnte er sich mit Arnold die Hand reichen.
An diesem Abend stehen Sketche auf dem Programm.
Zwei liebestoll mimende Mitspielerinnen posieren auf einer Bühne, die auf der gegenüber liegenden Seite des Pools errichtet wurde. Die Gäste haben so einen freien Blick auf das Geschehen, das sich vor dem Hintergrund des Golfplatzes abspielen wird. Durch den Pool ist eine gewisse Distanz gewahrt.
Eine seiner Mimen kniet vor ihrem Herrn auf einer Ottomane. Verlangend streckt sie ihm ihr voluminöses Hinterteil entgegen. Die andere flegelt sich rücklings auf einer Liege. Mit unzweideutigen Bewegungen stellt sie dar, wonach ihr der Sinn steht.
Der Genießer ignoriert beider Begehren, lässt sie in ihrer angeblichen Lust schmoren, während er, eine Zeitung lesend, sich an einer Flasche Wein gütlich tut. Die Gäste sind ungeduldig. Sie erwarten Aktion.
Der Meister bemerkt zwar schauspielernd, wie es um die Liebeshungrigen bestellt ist, doch er verweist die Frauen simulativ des Zimmers. Er will seine Ruhe. Die jammern und wehklagen, weil sie sich Sex erträumt haben. Der Herr aber zeigt kein Verlangen. Er ist nicht gewillt, sich in dem Ambiente stören zu lassen.
kommen sie in den imaginären Raum zurück. Der Hausherr legte sich inzwischen schlafen. Das wollen die beiden sich zunutze machen. Im Schlummer könnten sie ihn endlich mal unter ihre Gewalt bringen, ihm heimzahlen, was er an ihnen verbrochen hat. Am besten mit einer Männervergewaltigung. Der Mann auf der Liege ratzt weiter.
Wenn der Kerl am helllichten Tag auch pennt: Sein gewiefter Freund hat kein derartiges Bedürfnis. Er wird aus tiefer Lethargie wachgerufen und in Gefechtsbereitschaft versetzt. Diese Animateure verstehen ihr Handwerk.
Mit einem Urschreierwacht der Mann. Wer wagt es, ihn im Schlummer nackig zu machen? Das zieht eine Sühne nach sich. Die Gäste auf der anderen Seite des Pools kommen in Laune.
Beide Darstellerinnen bekennen sich zu dem Vergehen und erhoffen sich eine ordentliche Bestrafung. Wenn ein Missetäter sich normalerweise auch vor Keile kriegen verkrümelt: Diese Frauen lechzen man danach.
Es kommt, was die Gäste begeistert: Mit roher Gewalt greift sich der Schwarze eine der Schwestern und zeigt ihr, was eine Harke ist. Sie empfindet das aber nicht als Strafe, sondern als Eingehen auf ihr Verlangen. Die Maßnahme nimmt sie gerne hin. Und die andere? Die wird auch nicht leer ausgehen. Sie ist ebenfalls erpicht auf ihre Abstrafung. Hat angeblich darunter zu leiden,benötigt aber in Wirklichkeit so eine regelmäßige Abreibung, am liebsten in Form einer Vergewohltätigung. Die Truppe hat weitere Sketche dieser Art im Repertoire, und die Zuschauer geraten aus dem Häuschen.
Der nächste Einakter wird angekündigt und verspricht ebenfalls eine wirklichkeitsnahe Schau.
Der Afrikaner beobachtet seine Mitspielerinnen, wie sie aufgeputscht inmitten der Gäste der Villa umherlaufen. Sie sammeln einen Obolus in zweckentfremdeten Sammeldosen ein. Schein der vermögenden Zuschauer wird ihnen zugesteckt.
aus Ghana stammende Flüchtling besitzt einen ansehnlichen Zeiger, doch ein Ziffernblatt sucht man vergebens. Es scheint, als ob der Mann keine Uhrzeit kennt. Aber das ist nur der erste Eindruck. Heute wird ihm öfters die Stunde schlagen. Afroamerikanische Rhythmen mit irrem Sound ertönen aus Musikboxen, doch die Gäste haben Mühe, dem Takt zu folgen. Ein Film mit Szenen von Bordsteinschwalben läuft in ihren Köpfen lab. Man wartet auf den nächsten Sketch.
Der zeigt das Verhalten eines Herrn Dildo. Man kennt ihn, aber die zielgerichtete Benutzung ist nicht jedem bekannt. Das ist ein Wissensmangel, dem der Animateur mit einer Demonstration abhelfen will.
30 cm misst das Utensil. Die Patientin ist zur Aufnahme bereit. Die Assistenz erfolgt durch eine Praxishelferin. Die Frau verspricht sich, im Gegensatz zur Wirklichkeit, hier eigenen Genuss. Anders als die Darmspiegelung beim Proktologen. Da ist es Stress, hier Wonne.
wird das „Endoskop“ versenkt. Es ist einem Arztinstrument recht ähnlich. An der Spitze sitzt jedoch keine Miniaturkamera, sondern ein Greifer.
»Die Darmwand ist anfällig für Darmkrebs, wenn nicht genügend Ballaststoffe verzehrt werden. Ich habe hier soeben kleine Polypen entdeckt, die ich abknipsen muss, um sie auf krankhafte Veränderung untersuchen zu lassen. Danke, Schwester, dieser Fleischhappen hat mir gute Erkenntnisse gebracht!«. Dann sondiert er weiter.
Mit beredten Worten erklärt der Mann den Gästen die Gefühle der Patientin, die offenkundig in höchsten Wonnen schwelgt. Die detaillierte Demonstration wird manchem Patienten die Scheu vor einem Arztbesuch nehmen.
Der Hausherr hat lange interessiert zugeschaut. Derartige Vorführungen wecken stets schlummernde Gelüste in ihm. Judith kennt das. Sie setzt sich auf seinen Schoß, und spontan erwacht in ihr unbändige Lust. Nicht nur Musiker können blasen.
Als Judith ihrem Arnold dann die Flötentöne beibringt, beobachtet sie nebenbei auch den Sketch. Von ihrem Mann gestützt, den Kopf im Nacken, lustvoll genießend, zeigt sie eine zirkusreife Vorstellung. Das raubt den Animateuren fast die Schau.
Zu dieser Einlage und der pseudo-wissenschaftlichen Vorlesung wird enthusiastisch applaudiert. Wenn die Anwesenden aber befürchten, man hätte jetzt den Höhepunkt des Abends erlebt, irren sie. Sketche erregen Appetit auf mehr.
Sonja und Katrin schauen ebenso interessiert zu. Sie haben einen Job, der Seltenheitswert besitzt. Ihre Aufgabe ist es, zur Stärkung und Erfrischung Getränke und garnierte Schnittchen zu reichen. Afrikaner nimmt sein eigenes Endoskop und implantiert es der Bedienung. So wird selbst die Bedienung bedient. Ein interessantes Wortund Zwischenspiel, das die Gäste hingerissen nachverfolgen.
So macht man sich Freunde. Die Sketche fanden derartigen Anklang, dass das Team spontan für einen späteren Auftritt gebucht wurde.
Wenn nicht heute, dann bei einem zukünftigen Treffen möchte Judith ebenfalls mal solch eine Untersuchung erleben. Nicht beim Doktor in der Sprechstunde. Das ist nur einmal in zehn Jahren. Sie ist für Außergewöhnliches stets empfänglich.
Der Afrikaner und ihr Arnold - vielleicht dazu eine der Big Mamis. Das sind Judith’s Gedanken zu einer gediegenen Cocktailparty. Ohne sonstige Gäste – sie hätte die Könner gerne für sich allein.
Der Abend klingt aus bei einem gemeinsamen Umtrunk. Die Erwartungen sind ein weiteres Mal erfüllt worden. In dieser Villa ist immer was los.

In unregelmäßigen Zeitabständen laden Villenbesitzer zu >Seminaren< ein. Die bereichern ihre Vita und bahnen neue Geschäftsbeziehungen an. Ihr luxuriöses Leben ist darauf ausgerichtet. Der Sittenwächter der Polizei hat sich bisher nicht wieder eingefunden. Er würde nur stören.

Nicht nur die nunmehr volljährigen Zwillinge erbten die Ambitionen ihrer Eltern. Auch die um ein Jahr jüngeren Geschwister sind so gestrickt. Ist ja nicht verwunderlich, wenn sie bereits im Mutterleib entfesseltes Sexualleben registrieren konnten. Man weiß ja durch neueste Forschungen, dass Ungeborene sehr sensibel darauf reagieren, was außerhalb der Fruchtblase alles passiert. Als Kleinkinder erlebten sie dann, was die Besucher, die mit Onkel und Tanten bezeichnet wurden, miteinander trieben. Das bleibt ein Leben lang im Unterbewusstsein haften.
Kai und Sandra hatten bereits vor ihrer Volljährigkeit Erfahrungen gesammelt. Keiner der beiden war „unschuldig“. Doch ab sofort ist es gestattet, eigene Partys zu feiern, die meistens als Sturm-und-Drang-Zeit-Feten enden. Ohne Tabus dürfen sie ihren Vorbildern nacheifern. Mit ihrer jugendlichen Frische haben sie mehr Power und Ideen, als die durch Routine abgestumpften altersschwächeren Gäste.
Und junges Gemüse in der Villa – das spricht sich rum. Nicht nur unter Halbwüchsigen. Ältere, erfahrene Schützen hätten auch noch gerne mal wieder ein blutjunges Hasibärchen vor der Flinte. Und die ausgeschlagenen Gleise reifer Damen sind auch darauf aus, mal ein Fahrzeug der neuesten Generation zu testen. Loks, die nach dem ersten Pfiff keinen Dampf mehr haben und öfters anzuheizen sind, könnten gerne mal ausgetauscht werden.
Kai und Sandra arbeiten an ihrer beruflichen Ausbildung. Sie machen kein Geheimnis daraus, eine Menge Geld scheffeln zu wollen. Sex dürfte nur eine der extravaganten Nebenbeschäftigungen sein, in der Villa ihrer Eltern. Die Veranlagungen dazu sind vorhanden.
Nächstes Jahr erreichen Tom und Simone ebenfalls die Volljährigkeit. Auch die sind der Erotik nicht abgeneigt und könnten das Team verstärken.
„Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich damit ganz ungeniert.“ Dieser Ausspruch von Wilhelm Busch sollte als Portalüberschrift des Anwesens dienen. Zumindest gibt man sich hier so. Doch zweifellos würde der Spruch die Sittenpolizei auf den Plan rufen.
Kai gibt noch eine kleine Nachfeier. Einige Klassenfreunde – und Freundinnen aus dem Privatgymnasium sind eingeladen, die auf der Hauptfeier nicht dabei waren. Es sind sympathische Freunde. Ob die in Sachen Erotik bewandert sind, weiß er nicht. Könnte man ja mal testen ...
Der geeignete Raum dazu wäre die Halle mit dem Schwebebalken. Kai macht den Barkeeper hinter dem Tresen. Der Austausch über den Schulalltag und Sport bestimmt den jungen Abend. Aktuell läuft gerade wieder die Tour de France.
Radfahren und Golf sind in, doch solange, bis der 6-Loch Platz auf dem Villengrundstück fertig ist und eingeweiht wird, kann Kai nur Minigolf anbieten. Auf dem Areal besitzt man eine beachtliche Anlage. Damit lässt sich eine Rangliste ausspielen. Alle sind Feuer und Flamme.
Der Spielplan ist originell. Die Position, die der Spieler erreicht hat, bestimmt den Anspruch auf den Gewinn. Auf ein Präsent, einen Tanz- oder ein Date. Einige Runden werden ausgespielt. Jeder bemüht sich, möglichst den ersten Platz zu belegen. Ist ja logisch.
Alex ist auch dabei. Der Hund ist ganz narrisch auf die springenden Bälle und flitzt so durch die Gegend, um sie zu rapportieren. Ist doch ein vielseitig begabter Hund. Kann man nicht von allen Anwesenden sagen.
Der Erstplatzierte hat immer das Vorrecht, sich seinen Preis aussuchen zu dürfen. Möchte man meinen. Heute aber nicht. Zum Schluss hieß es nämlich, dass Gewinner ist, wer die niedrigste Punktzahl erreichte. Das war ein Gag von Kai, womit natürlich niemand gerechnet hatte.
Der Letzte wird der Erste sein - ist man hier plötzlich bibelfest? In dieser dekadenten Villa? Die Runde grölt. Gewinnerin mit den wenigsten Punkten wird ausgerechnet die Attraktivste der Klasse, eine Blondine. Und sie ist Ostfriesin, der man wohl jeden Schwachsinn, doch keine Affäre zutraut. Die hat nun aber bei der Nachfeier das Sagen.
Die Blonde bestimmt unter gestiegenem Alkoholpegel und bei fortgeschrittenem Abend, wie der weitere Ablauf der Fete ist. Könnte sein, dass sie anordnet, die Feier um 22h zu beenden. Man traut ihr das zu, nach dem, wie man sie bisher kennenlernte. Dann bekäme die Ostfriesin aber ein Problem.
Sie hat sich aber was anderes ausgedacht. Da ist Alex nicht mit dabei. Es sind Würfelrunden auszuspielen.
Mitspieler mit der Augenzahl sechs und eins werden einen Drink bekommen. Dazu können sie bestimmen, wer von den Teilnehmern ein Kleidungsstück abzulegen hat. Das ist ein beliebtes Spiel unter Jugendlichen. Seit Jahren bekannt. Sogar die Blonde kennt es.
Alle sichsind stillschweigend einig: Man konzentriert sich auf die Kleine aus Leer. Es dauert nicht lange, bis die nur im Tanga dasteht. Die Gruppe johlt, und der nächste Gewinner darf sie völlig entkleiden. Und mit ihr auf dem Schwebebalken seinen Spaß haben. Die Blonde ist auf alles gefasst.
Wäre es ein Mädel, gäbe es eine Lesbenschau. Ein Bursche müsste das Rad bestimmt nicht neu erfinden.
Für das Finale wurden die Modalitäten nochmals erschwert. Von vier Würfeln hat bei einem Wurf die Eins, Drei und Sechs zu fallen. Runde um Runde wird so geknobelt; es wollen die festgelegten Zahlen einfach nicht erscheinen. Blondi wartet. In der Zwischenzeit gießt man sich weitere Alkoholika durch die Gurgel.
Den Sinn des Würfelspiels hat die Kleine aus Leer aber noch nicht völlig durchschaut. Wie sollte sie auch. Sie ist eine Ostfriesin!
Die Spannung steigt. Mit Spaß wird herumgeknobelt. Jeder wünscht sich, Windstärke 10 zu erleben. Mit der Blonden, die noch immer wie unbeteiligt auf dem Schwebebalken sitzt.
Endlich. Einer der Klassenkameraden hat die Zahlen geworfen. Die Jugendlichen freuen sich auf den Höhepunkt. Aber der ist noch nicht am Ziel seiner Wünsche; er könnte noch abgefangen werden.
Eine letzte Hürde ist nämlich noch zu überwinden: Wo verbirgt sich der stattlichste Rüssel der Runde?
Jetzt stutzt die Ostfriesin: Sind hier auch Elefanten? Man erklärt ihr, was gemeint ist. Die Jungs haben sich die Spanne ihrer Lümmel messen zu lassen. Und wer den Längsten hat, das wäre dann der Ihre.
Endlich hat sie begriffen, worum es geht. Das Maßnehmen bringt weiteren Trubel. Schließlich steht der Gewinner bereit, und die Kulthandlung kann ihren Anfang nehmen.
Stürmisch, ganz , wirbelt er über die Küstenlandschaft. Hätte man dem Schulfreund gar nicht zugetraut. Aber bald kommen Kapitän und Schiff in ruhiges Fahrwasser. Der Sturm ist überstanden.
Noch eine ist mit dabei, die das Geschehen sehr zurückhaltend betrachtete. Von der Seefahrt hat sie null Ahnung, ist darüber hinaus auch Wasserscheu und legt deshalb aufs Segeln keinen Wert. Nicht ein Maat hat bisher ihre Gangway betreten. Jungen bedeuten ihr nichts, doch sie ist eine liebenswerte Person, wie man es oft bei in sich gekehrten Menschen findet. Sie wollte nur der Einladung folgen und nicht unhöflich sein; Weiter hat sie nicht gedacht. Passt es in die heutige Zeit?
Die Jungs sind sturmerprobt. Es fegte zwar kein Orkan mehr über das Gelände, aber mehr als ein laues Lüftchen war es schon noch.
Alle bekommen, was in dieser Villa auf dem Speisezettel steht. Sogar die Mimose. Als die Party ausklang, spricht man von einem vollen Erfolg. Auch Kai hatte sein Vergnügen. Heute war er kein Versager.

Der Sommer zieht sich hin. Am Golfplatz wird fleißig gewerkelt. Bagger heben Gräben und einen kleinen Teich aus, Schikanen aus Buschwerk werden gepflanzt, viele Kubikmeter Erde bewegt, Hindernisse und Semiroughs angelegt. Der Platz hat stilgerecht hergerichtet zu sein, wenn er eröffnet wird. Bei diesen Arbeiten ist der Gärtner stark eingebunden. Trotzdem hatte er zusätzlich Zeit gefunden, Ritzen vom Moos zu säubern.
Vor der offiziellen Einweihung ist eine kleine Firmenfete geplant als Dank an die Belegschaft für ihre aufopferungsvolle Mitarbeit. Arnold ist nach wie vor mit seinen Angestellten zufrieden. Sie haben sich in den Tagesablauf ohne Bremsspuren eingefügt. Aber darf er sich so auf die Drei verlassen, dass die Familie in blindem Vertrauen in Urlaub reisen kann?
Auch mit dem zeitweilig beschäftigten Butler und dem negriden Animateur machten die Villenbesitzer ihre positive Erfahrungen. Das war am Start nicht als sicher vorherzusehen. Für Judith fiel der Test super aus.
Den Ablauf des Firmenfestes zu beschreiben ist nicht der Rede wert. Man saß leger zusammen, ließ Vergangenes Revue passieren und konzentrierte sich auf das bevorstehende Golfspektakel. Zwischendurch tauchte die Gesellschaft mal in den Pool ein. Das sonnige Wetter verleitet dazu.
Das meint es gut diesen Sommer. Oft kann man im Pool schwimmen, hüllenlos, natürlich, und sich auf dem weitläufigen Gelände sonnen. FKK ist obligatorisch, für die Villenbewohner und die Bediensteten. Knackige Figuren beleben die Fläche. Und wem nach mehr gelüstet, braucht sich nicht zu verrenken, wenn die sonstige Arbeit nicht vergessen wird. Doch was man im Überfluss zur Verfügung hat, verliert irgendwann mal seinen Reiz.
Nicht immer wird man ausufernde Partys geben. Der Mensch und das Gartengelände brauchen gelegentlich auch mal Ruhe. Das bedeutet nicht, dass das Umlegen ganz und gar eingestellt worden wäre. Wer just mal Lust verspürt, hat Gelegenheit dazu. Der Gärtner sollte nicht ausschließlich nur die Ritzen zwischen den Terrassenplatten säubern und grünen Rasen mähen. Es gibt auch andersartige Beschäftigungsmöglichkeiten.
Gelegentlich finden sich hinter den Hecken, die von blumigen Rabatten umgeben sind, Naturverbundene, die sich das Gezwitscher von Vögeln anhören. Manchmal ist es Arnold, der mit der einen oder anderen Angestellten Spaß hat. Der Gartenfachmann umsorgt Judith und ihre Töchter. Er platziert Blumen nicht nur auf ihre Fensterbank.
Alle haben ihr Pläsier. Solange das Wetter sommerlich ist, spielen sich die Zeitvertreibe auf dem Gelände ab. 
Kapitel Die Domina
Die Fertigstellung des Golfplatzes ist absehbar, Einladungen zur Einweihungsfeier werden verschickt. Honorige Gäste aus der Stadt und der weiteren Umgebung zur Feier der Inbetriebnahme kann man erwarten. Nicht beabsichtigt ist, den Freunden der Villa Altbekanntes anzubieten. Deshalb wird der Neger mit seinen Sextanten auch nicht verpflichtet. Nur der Butler wird dabei sein. Bis auf den i-Punkt piekfein in der mit goldenen Streifen versehenen Empfangslivree. Honorige Gäste erwarten das.