auf Suche in Polen

 

 

 

Im Städtedreieck Posen, Gnesen und Szubin sollte der Geburtsort meines Vaters liegen. Ein Dorf, von deutschen Bauern vor dem 1. Weltkrieg besiedelt. Beim 2. Besuch in Polen habe ich es gefunden. Als Kleinkind war ich 1940 mit meiner Mutter da, deshalb meinte ich, mich an die Reise und das Haus erinnern zu können.

Hilfreiche Polen sind vor mir hergefahren, um den Ort zu finden, und auf einer Bank musste ich mich nicht in die Schlange einreihen, um Geld abzuheben. Als Deutschen hat man mich vorgelassen! Alle Leute waren sehr zuvorkommend und liebenswürdig. Man drängte auch darauf, mein Auto hinter dem Hotel, geschützt durch ein stabiles Tor, abzustellen. Das muss ich hoch anerkennen. 

Eine Episode aus dem Hotel: Ich verbrachte den Abend mit einem Polen, der später ziemlich angeschlagen war. Dann wollte er mir unbedingt in der Nacht noch sein Haus zeigen. Er hatte aber keinen Schlüssel, den hatte seine Frau ihm nicht mitgegeben. Geht wohl öfters einen Trinken.

Er musste ans Fenster klopfen, um eingelassen zu werden, und ich war sein Alibi, dass er den Abend mit mir verbracht hat. Erst war seine Frau sehr ungehalten, dann , als sie mich sah, legte sich ihr Ärger. Hier sah ich ein Privathaus von innen, und der besondere Stolz des Besitzers war die Toilette, auf dem Flur hinter einem Vorhang verborgen.

Es war ein erkenntnisreicher Abend.

Wieder in Deutschland, erkundete ich noch Wollin und Rügen.

 

Über Stettin zu  Camping nach Wollin auf Usedom,  bevor es weitergeht nach Stralsund, Rügen und Hiddensee.

Rügen, nach der Wende. Da wurde von  Westdeutschen ihr Geld angelegt. Es war ein Boom. Besonders kontrastreich für mich, weil ich zuvor  das Leben in Polen kennenlernte.